Gute Pantomime-Begriffe lassen sich mit dem ganzen Körper zeigen und sind für alle in der Runde bekannt. Für den Einstieg eignen sich Tiere, Alltagssituationen und Berufe, für geübte Runden Redewendungen und abstrakte Begriffe. Hier findest du 100 Ideen in vier Listen, dazu die Regeln und ein paar Gesten, die das Raten deutlich schneller machen.
Pantomime gehört zu den Spielen, die fast ohne Vorbereitung funktionieren und trotzdem jeden Abend anders verlaufen. Wie du es mit anderen Spielen zu einem runden Abend kombinierst, steht im Ratgeber Spieleabend planen.
Die Spielregeln
Pantomime in zwei Teams
- ab 4 Personen
- 30 bis 45 Minuten
- Begriffskarten, Uhr, Zettel für Punkte
Die Gruppe teilt sich in zwei Teams. Eine Person zieht verdeckt eine Karte und stellt den Begriff ohne Worte, Geräusche und Lippenbewegungen dar. Nur das eigene Team rät. Wird der Begriff innerhalb einer Minute erraten, gibt es einen Punkt, sonst darf das andere Team einmal raten und den Punkt stehlen. Danach wechselt das Team. Gewonnen hat, wer nach einer vereinbarten Zahl von Runden die meisten Punkte hat.
Mit Punkten nach Schwierigkeit wird es spannender: leichte Begriffe einen Punkt, mittlere zwei, schwere drei. Die darstellende Person entscheidet vor dem Ziehen, aus welchem Stapel sie nimmt.
Gesten, die das Raten erleichtern
Diese Zeichen sind bei Scharade und Pantomime verbreitet. Sprecht sie vor dem Start kurz ab, dann versteht sie jede Person.
- Anzahl der Wörter: so viele Finger hochhalten, wie der Begriff Wörter hat.
- Welches Wort gerade dran ist: danach die entsprechende Zahl an Fingern zeigen.
- Silben: Finger auf den Unterarm legen, für jede Silbe einen.
- Klingt wie: am Ohrläppchen zupfen, dann einen ähnlich klingenden Begriff darstellen.
- Richtig geraten: auf die Nase tippen und auf die Person zeigen.
- Fast richtig: mit der Hand eine Heranwink-Bewegung machen.
- Ganz falsch: die Arme vor der Brust kreuzen.
Leichte Begriffe
Ideal für den Einstieg, für gemischte Runden und für alle, die zum ersten Mal spielen.
Tiere
- Elefant
- Pinguin
- Affe
- Schlange
- Känguru
- Hund
- Huhn
- Frosch
- Krokodil
- Schmetterling
Alltag
- Zähne putzen
- Auto fahren
- Kaffee kochen
- Schuhe binden
- Regenschirm aufspannen
- Telefonieren
- Staubsaugen
- Zwiebel schneiden
- Fahrrad aufpumpen
- Spaghetti essen
Sport
- Schwimmen
- Tennis
- Boxen
- Bowling
- Skifahren
- Seilspringen
- Fußball
- Gewichtheben
- Angeln
- Golf
Mittelschwere Begriffe
Hier braucht es mehr Fantasie oder eine kleine Szene.
Berufe
- Zahnärztin
- Pilot
- Friseurin
- Feuerwehrmann
- Dirigent
- Fotografin
- Kellner
- Bäckerin
- Polizist bei der Verkehrsregelung
- Zauberer
Hobbys und Freizeit
- Zelt aufbauen
- Klettern
- Stricken
- Gitarre spielen
- Gärtnern
- Kuchen backen
- Yoga
- Puzzeln
- Drachen steigen lassen
- Schach spielen
Situationen
- Im Aufzug stecken bleiben
- Den Bus verpassen
- Auf dem Glatteis ausrutschen
- Ein Geschenk auspacken, das man nicht mag
- Eine Spinne im Badezimmer entdecken
- Im Kino neben jemandem sitzen, der laut isst
- Den Schlüssel suchen
- Einen schweren Koffer die Treppe hochtragen
- Beim Zahnarzt im Wartezimmer sitzen
- Ein Selfie bei starkem Wind machen
Schwere Begriffe
Für geübte Runden. Hier helfen die Zeichen für Wortanzahl und Silben am meisten.
Redewendungen und Sprichwörter
- Mit dem falschen Fuß aufstehen
- Die Katze aus dem Sack lassen
- Auf den Hund kommen
- Tomaten auf den Augen haben
- Den Nagel auf den Kopf treffen
- Ins Fettnäpfchen treten
- Jemandem einen Bären aufbinden
- Wer anderen eine Grube gräbt, fällt selbst hinein
- Morgenstund hat Gold im Mund
- Zwei Fliegen mit einer Klappe schlagen
- Die Nadel im Heuhaufen suchen
- Auf Wolke sieben schweben
- Sich wie ein Elefant im Porzellanladen benehmen
- Den Wald vor lauter Bäumen nicht sehen
- Schmetterlinge im Bauch haben
Abstrakte Begriffe
- Eifersucht
- Langeweile
- Heimweh
- Zeitreise
- Lampenfieber
- Déjà-vu
- Schwerkraft
- Ungeduld
- Gänsehaut
- Muskelkater
Begriffe für Kinder
Für Kinder ab dem Vorschulalter: kurz, konkret und mit viel Bewegung. Jüngere Kinder spielen am besten ohne Zeitlimit und ohne Punkte.
- Hase
- Clown
- Eis essen
- Ritter
- Hexe auf dem Besen
- Roboter
- Seifenblasen pusten
- Gespenst
- Prinzessin mit Krone
- Schneemann bauen
- Feuerwehrauto
- Baby
- Riese
- Pirat
- Rakete beim Start
Tipp: Druck die Listen aus, schneide die Begriffe einzeln aus und sammle sie in drei Schalen oder Umschlägen nach Schwierigkeit. Ergänze ein paar Begriffe, die nur deine Runde versteht, etwa gemeinsame Urlaubserlebnisse. Die sorgen oft für die größten Lacher.
Eigene Begriffe ausdenken
Die Listen oben sind ein Startpunkt. Noch lustiger wird es, wenn die Gruppe eigene Begriffe beisteuert. Damit das klappt, helfen ein paar Regeln:
- Jede Person schreibt fünf Begriffe auf einzelne Zettel und faltet sie. Alle Zettel kommen in eine gemeinsame Schale. So stellt niemand den eigenen Begriff dar, außer der Zufall will es.
- Darstellbar statt erklärbar: Gute Begriffe haben eine typische Bewegung. „Fensterputzen“ funktioniert, „Steuererklärung“ fast nie.
- Bekannt für alle: Begriffe aus Fachgebieten oder Insider aus einer Teilgruppe frustrieren den Rest. Gemeinsame Erlebnisse aller Anwesenden sind dagegen ideal.
- Länge begrenzen: Höchstens vier Wörter pro Begriff. Längere Sätze kosten zu viel Zeit.
- Themenrunden: Für Abwechslung sorgt eine Runde, in der alle Begriffe aus einem Bereich kommen, etwa Urlaub, Küche, Büro oder Märchen.
Wer die Begriffe schon vor dem Abend sammelt, etwa über den Gruppenchat, kann sie ausdrucken und nach Schwierigkeit sortieren. Das spart am Abend Zeit und verhindert doppelte Zettel.
Varianten für Abwechslung
| Variante | So geht es | Gut für |
|---|---|---|
| Pantomime-Staffel | Ein Begriff wird nacheinander von drei Personen dargestellt, jede hat 20 Sekunden. | Teams mit viel Energie |
| Stille Post ohne Worte | Eine Person zeigt einen Begriff nur der nächsten, die ihn weitergibt. Die letzte Person rät. Am Ende wird verglichen. | große Gruppen ab acht Personen |
| Zeitlupe | Alles wird extrem langsam dargestellt. | späte Stunden, viel Gelächter |
| Duo-Pantomime | Zwei Personen stellen eine Szene gemeinsam dar, etwa „Tanzkurs“ oder „Friseurtermin“. | eingespielte Paare und Freunde |
| Ein-Wort-Runde | Wer rät, darf pro Versuch nur ein einziges Wort sagen. | geübte Runden |
So stellst du Begriffe besser dar
- Vom Großen ins Kleine: Zeig zuerst die Kategorie, etwa „Tier“ durch Krabbeln oder „Beruf“ durch eine Arbeitsbewegung, dann die Details.
- Übertreiben: Kleine Gesten sieht niemand. Je größer die Bewegung, desto schneller wird geraten.
- Gegenstände erfinden: Ein unsichtbares Lenkrad, ein unsichtbarer Kochlöffel oder eine unsichtbare Tür machen Szenen sofort verständlich.
- Auf Zurufe reagieren: Wenn jemand fast richtig liegt, sofort mit der Heranwink-Geste bestätigen.
- Umschwenken statt wiederholen: Wenn eine Darstellung nach 20 Sekunden nicht ankommt, probiere einen anderen Weg.
Pantomime mit anderen Ratespielen kombinieren
Pantomime passt gut in einen Abend mit mehreren kurzen Ratespielen. Ein bewährter Ablauf: zum Aufwärmen eine Runde Wer bin ich?, danach Pantomime in Teams und zum Schluss ein kleines Quiz. Wie du ein ganzes Quiz mit Runden und Auswertung aufziehst, zeigt die Anleitung Kneipenquiz zu Hause veranstalten. Weitere Spiele für größere Feiern findest du in der Übersicht Partyspiele.
Fragen und Antworten
Wie lange sollte man für einen Pantomime-Begriff Zeit haben?
Eine Minute pro Begriff hält das Tempo hoch und reicht für die meisten Begriffe. Bei schweren Begriffen wie Redewendungen kannst du auf 90 Sekunden erhöhen. Mit einer Sanduhr oder dem Handy-Timer behält die Runde die Zeit im Blick.
Darf man bei Pantomime auf Gegenstände zeigen?
Das legt die Runde vorher fest. In der strengen Variante ist Zeigen auf Dinge im Raum verboten, nur der eigene Körper zählt. In der lockeren Variante ist Zeigen erlaubt, Sprechen, Geräusche und Lippenbewegungen bleiben aber in jedem Fall tabu.
Wie viele Personen braucht man für Pantomime?
Ab drei Personen funktioniert Pantomime als Ratespiel jeder gegen jeden. Mit sechs oder mehr Personen macht es in zwei Teams am meisten Spaß, weil dann ein Punktewettkampf entsteht und alle beim Raten mitfiebern.
Was ist der Unterschied zwischen Pantomime und Scharade?
Beide Spiele kommen ohne Worte aus. Bei der Scharade werden meist Titel oder längere Begriffe Wort für Wort oder Silbe für Silbe dargestellt, oft mit festen Zeichen für Wortanzahl und Silben. Pantomime meint im Alltag meist das freie Darstellen eines Begriffs als Ganzes.
Weiterlesen
- Wer bin ich?
Zettel auf die Stirn, Ja-Nein-Fragen stellen: Regeln für Wer bin ich?, Varianten für Kinder und Teams und Begriffslisten nach Themen.
- Partyspiele
Eisbrecher, Ratespiele, Teamwettkämpfe und Rätsel: bewährte Partyspiele mit kurzen Regeln, Spielerzahl und Dauer für jede Feier.
- Kneipenquiz
Teams, Runden, Fragetypen, Antwortbögen und Auswertung: so ziehst du ein Kneipenquiz im Wohnzimmer auf, das sich wie in der Stammkneipe anfühlt.
Zuletzt überarbeitet am 26. Oktober 2026 von der Redaktion Mehr Schbass.