Wer bin ich? ist ein Ratespiel, bei dem jede Person einen Begriff auf der Stirn trägt, den alle anderen sehen, nur sie selbst nicht. Mit Ja-Nein-Fragen tastet man sich an die Lösung heran. Gewonnen hat, wer zuerst errät, wer oder was er ist. Du brauchst nur Zettel, Stifte und Klebeband, und das Spiel funktioniert von Kindergeburtstag bis Firmenfeier.
Weitere Spiele mit kurzen Regeln findest du im Überblick Partyspiele.
Die Spielregeln
Wer bin ich? klassisch
- 3 bis 8 Personen
- 15 bis 30 Minuten
- Haftnotizen oder Zettel, Klebeband, Stifte
Jede Person schreibt verdeckt einen Begriff für ihre linke Nachbarin auf und klebt ihn ihr an die Stirn. Reihum stellt jede Person eine Ja-Nein-Frage über ihren eigenen Begriff an die Gruppe. Bei einem Ja darf sie weiterfragen, bei einem Nein ist die nächste Person dran. Wer eine Vermutung äußert und richtig liegt, hat gewonnen und darf zuschauen oder Hinweise geben. Gespielt wird, bis alle ihren Begriff erraten haben oder eine vereinbarte Zeit abgelaufen ist.
Ein paar Hausregeln, die sich bewährt haben:
- Nur Ja oder Nein: Die Gruppe antwortet nicht mit „vielleicht“. Wenn es unklar ist, sagt sie „teilweise“, das zählt als Ja.
- Raten kostet: Eine falsche Vermutung zählt wie ein Nein, die Runde geht weiter.
- Begriffe prüfen: Wer schreibt, sollte sicher sein, dass die Person den Begriff kennt. Eine Romanfigur, die nur man selbst liebt, frustriert.
- Zeitlimit: Bei großen Gruppen hilft eine Sanduhr pro Zug, etwa eine Minute.
Varianten für jede Runde
Wer bin ich? im Team
Zwei Personen teilen sich einen Begriff und dürfen sich vor jeder Frage kurz absprechen. Das nimmt Druck von Schüchternen und verkürzt die Wartezeit in großen Gruppen.
Schnellrunde mit Stirnkarten
Statt eines Zettels pro Person liegt ein Stapel Karten bereit. Eine Person hält eine Karte an die Stirn, das Team beschreibt den Begriff mit Worten, ohne ihn zu nennen. In einer Minute werden so viele Karten wie möglich erraten. Das ist eher eine Mischung aus Wer bin ich? und Tabu und bringt viel Tempo.
Wer bin ich? für Kinder
Kinder spielen mit einfachen Begriffen und ohne strenge Regeln: Jedes Kind darf fragen, bis es den Begriff errät, und die Gruppe darf kleine Tipps geben. Für Kinder, die noch nicht lesen, werden Bilder statt Wörter auf die Stirn geklebt. Mehr Spiele für diese Altersgruppe stehen im Ratgeber Partyspiele für Kindergeburtstag.
Pantomime-Hilfe
Wer festhängt, darf einmal pro Runde einen Joker ziehen: Eine Person aus der Gruppe stellt den Begriff zehn Sekunden lang pantomimisch dar. Ideen für reine Pantomime-Runden findest du in den Pantomime-Begriffen.
Gute Fragen stellen: vom Groben zum Feinen
Wer schnell gewinnen will, fragt zuerst nach der Kategorie. Die folgende Reihenfolge hat sich bewährt:
- Bin ich ein Mensch? Wenn nein: Bin ich ein Tier? Ein Gegenstand? Eine Figur aus einem Film oder Buch?
- Bin ich real oder erfunden?
- Lebe ich heute noch? oder bei Gegenständen: Findet man mich in einer Wohnung?
- Bin ich aus Deutschland oder Europa?
- Bin ich für etwas Bestimmtes bekannt? Musik, Sport, Politik, Wissenschaft, Kunst.
- Erst dann Details: Haarfarbe, Kleidung, Zeitraum, Werke.
Tipp: Merk dir die Antworten der anderen. Wer zuhört, wenn andere fragen, lernt nebenbei, wie die Gruppe antwortet, und spart sich doppelte Fragen.
Begriffsideen nach Themen
Märchen- und Kinderbuchfiguren (leicht)
Rotkäppchen, Schneewittchen, der böse Wolf, Hänsel, Gretel, Rapunzel, Aschenputtel, Pippi Langstrumpf, Pinocchio, Peter Pan, Frau Holle, das Sams, Rumpelstilzchen, der gestiefelte Kater, Biene Maja
Tiere (leicht)
Elefant, Giraffe, Pinguin, Krokodil, Igel, Eichhörnchen, Kuh, Hai, Eule, Känguru, Faultier, Flamingo, Schnecke, Biber, Oktopus
Gegenstände im Haushalt (mittel)
Toaster, Staubsauger, Zahnbürste, Bügeleisen, Fernbedienung, Kühlschrank, Wäscheklammer, Korkenzieher, Kochlöffel, Wecker, Regenschirm, Gießkanne, Kopfkissen, Schneebesen, Mülltonne
Berufe (mittel)
Feuerwehrfrau, Zahnarzt, Pilotin, Bäcker, Schornsteinfeger, Tierärztin, Briefträger, Köchin, Polizist, Gärtnerin, Friseur, Busfahrerin, Astronaut, Lehrerin, Kapitän
Film-, Serien- und Romanfiguren (mittel)
Sherlock Holmes, James Bond, Harry Potter, Darth Vader, Shrek, Winnetou, Robin Hood, Dracula, Frankenstein, Mary Poppins, Tarzan, Asterix, Obelix, Micky Maus, der kleine Prinz
Historische Persönlichkeiten (schwer)
Albert Einstein, Kleopatra, Napoleon, Wolfgang Amadeus Mozart, Marie Curie, Christoph Kolumbus, Johann Wolfgang von Goethe, Leonardo da Vinci, Julius Caesar, Martin Luther, Ludwig van Beethoven, Galileo Galilei, Johannes Gutenberg, Karl der Große, Florence Nightingale
Lebensmittel (leicht bis mittel)
Banane, Brezel, Spaghetti, Gurke, Pizza, Sauerkraut, Zitrone, Popcorn, Honig, Senf, Wassermelone, Spiegelei, Käse, Brokkoli, Zuckerwatte
Für Fortgeschrittene (schwer)
Der Eiffelturm, die Zahnfee, der Weihnachtsmann, ein Schneemann, der Mond, eine Ampel, der Osterhase, das Internet, ein Vulkan, die Freiheitsstatue
| Gruppe | Empfohlene Kategorien | Hinweis |
|---|---|---|
| Kinder bis 8 Jahre | Tiere, Märchenfiguren, Lebensmittel | Bilder statt Wörter, Tipps erlaubt |
| Kinder 9 bis 12 Jahre | Film- und Buchfiguren, Berufe, Gegenstände | Kategorie vorher ansagen |
| Erwachsene, gemischte Runde | Film-, Serien- und Romanfiguren, historische Persönlichkeiten | Begriffe wählen, die alle kennen |
| Erfahrene Runde | Fortgeschrittene Begriffe, Insider aus der Gruppe | Zeitlimit pro Zug einführen |
Begriffe vorbereiten ohne Stress
Damit das Spiel nicht mit langem Grübeln über die Begriffe beginnt, lohnt sich etwas Vorbereitung:
- Vorab einen Stapel schreiben: Die Spielleitung bereitet pro Person zwei, drei Zettel aus einer Kategorie vor. Dann kann niemand einen unbekannten Begriff verteilen.
- Kategorie ansagen: Bei gemischten Gruppen hilft der Hinweis „heute nur Tiere“ oder „heute nur Filmfiguren“. Das Raten bleibt spannend, wird aber nicht endlos.
- Mischkasse für Fortgeschrittene: Erfahrene Runden ziehen Begriffe aus allen Kategorien gemischt aus einem Topf.
- Zettel aufheben: Gut gelungene Begriffe kommen in eine Dose und stehen beim nächsten Spieleabend sofort bereit.
Sportarten (leicht bis mittel)
Fußball, Tennis, Schwimmen, Skispringen, Boxen, Golf, Reiten, Rudern, Curling, Tischtennis, Handball, Klettern, Surfen, Eiskunstlauf, Darts
Wer bin ich? auf der Firmenfeier oder online
Als Eisbrecher in Teams funktioniert Wer bin ich? besonders gut, weil alle miteinander reden müssen. Eine bewährte Variante für größere Gruppen: Alle bekommen einen Zettel auf den Rücken statt auf die Stirn und laufen durch den Raum. Jede Person darf jeder anderen nur eine Frage stellen, dann geht es weiter zur nächsten. So kommen auch Gäste ins Gespräch, die sich sonst nicht ansprechen würden.
Für die Firmenfeier eignen sich neutrale Kategorien wie Tiere, Gegenstände oder berühmte Persönlichkeiten aus der Geschichte. Begriffe, die mit Kolleginnen, Kollegen oder Vorgesetzten zu tun haben, sind riskant, weil schnell jemand bloßgestellt wird.
Online klappt das Spiel per Videokonferenz: Eine Spielleitung schickt allen außer der ratenden Person den Begriff per Privatnachricht. Die ratende Person stellt ihre Fragen, die anderen antworten mit Daumen hoch oder runter in der Kamera. Wer will, schreibt die bisherigen Antworten in den Chat, damit niemand den Überblick verliert.
Häufige Fehler
- Zu spezielle Begriffe: Eine Person aus einer Nischenserie, die nur eine Person kennt, macht das Raten unmöglich.
- Der Zettel hält nicht: Haftnotizen fallen oft ab. Ein Streifen Malerkrepp hält besser und lässt sich rückstandsfrei entfernen.
- Spiegel und Fenster vergessen: Wer sich in einer Glasscheibe sieht, schummelt unfreiwillig. Plätze vorher prüfen.
- Keine Ausstiegsmöglichkeit: Wer nach langer Zeit nicht weiterkommt, darf einen Joker ziehen, damit die Runde nicht kippt.
Wer bin ich? funktioniert übrigens ohne Trinkregeln am besten. Weitere Ideen für alkoholfreie Spielrunden findest du im Ratgeber Partyspiele ohne Alkohol.
Fragen und Antworten
Wie viele Personen braucht man für Wer bin ich?
Ab drei Personen funktioniert es, ideal sind vier bis acht. In größeren Gruppen wird die Wartezeit lang. Dann besser mehrere Tische bilden oder im Team spielen, bei dem sich zwei Personen einen Begriff teilen.
Welche Fragen sind bei Wer bin ich? am besten?
Fragen, die viele Möglichkeiten auf einmal ausschließen: Bin ich ein echter Mensch? Bin ich eine Figur aus einem Buch oder Film? Lebe ich noch? Bin ich ein Tier? Erst wenn die Kategorie klar ist, lohnen sich Detailfragen nach Aussehen oder Eigenschaften.
Wie spielt man Wer bin ich? mit Kindern?
Mit Begriffen, die Kinder sicher kennen: Tiere, Märchenfiguren, Fahrzeuge oder Lebensmittel. Statt strenger Ja-Nein-Regel dürfen Kinder Tipps bekommen, und jede Person darf so lange fragen, bis sie es errät. Bilder statt Wörter helfen Kindern, die noch nicht lesen können, beim Zuschauen.
Kann man Wer bin ich? auch zu zweit spielen?
Ja, als Duell: Beide denken sich für die andere Person einen Begriff aus und fragen abwechselnd. Wer mit weniger Fragen errät, gewinnt. Spannender wird es, wenn die Begriffe aus einer vorher vereinbarten Kategorie kommen.
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Zuletzt überarbeitet am 26. Oktober 2026 von der Redaktion Mehr Schbass.